Heuschnupfen mit Ernährung lindern?!

Die aktuelle Forschung zeigt, wie wichtig vor allem fünf bestimmte Nährstoffe sowie probiotische Bakterien für die Heuschnupfenbehandlung sind. Durch die richtige Ernährung könnten viele Menschen ihre Heuschnupfen-Symptome mildern.

Früher gab es eine zeitlich auf einige Monate begrenzte Heuschnupfen-Saison – heute registriert der Deutsche Allergie- und Asthmabund nur noch wenige Wochen, in denen keine Pollen fliegen. Die Heuschnupfen-Saison hat sich fast auf das ganze Jahr ausgeweitet. So ist es aufgrund des milden Klimas möglich, dass bereits im Dezember oder Januar die ersten Haselnusspollen fliegen und erst im November die letzten Gräserpollen. Allergiker, die auf mehrere Pollen reagieren, leiden dann fast das ganze Jahr über an ihrem Heuschnupfen.

Der beste Schutz? Neben der klassischen Therapie kann auch die Ernährung die Schwere der Symptome reduzieren. Denn manche Antihistaminika können müde machen und ohnehin möchten viele Patienten die Medikamenteneinnahme auf das Nötigste minimieren. Für eine Reihe von Lebensmittel-Inhaltsstoffen ist bereits ihre mildernde Wirkung auf den Heuschnupfen beschrieben:

Probiotische Bakterien: Laktobazillen

Der Effekt einer gesunden Darmflora auf das Immunsystem ist schon länger bekannt. Neue Studien zeigen, dass insbesondere Laktobazillen (Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus paracasei) allergische Reaktionen auf Pollen reduzieren können (1, 2). Probiotische Bakterien kommen natürlicherweise in Joghurt, Kefir, Buttermilch und fermentiertem Gemüse wie Sauerkraut vor.

Flavonoide: Quercetin

Quercetin ist ein Flavonoid, das in vielen Früchten und Gemüsesorten vorkommt. Besonders reich an Quercetin sind z. B. Zwiebeln, Trauben und Brokkoli. Studien (3) zeigen, dass das Flavonoid Quercitin als potenter Mastzellstabilisator wirkt und die Produktion und Ausschüttung von Histamin verringert. Der Effekt war sogar stärker als der von Cromoglycinsäure (4).

Enzyme: Bromelain

Das Enzym aus der Ananas scheint die histaminreduzierende Wirkung des Quercetins zu verstärken (5). Bromelain ist darüber hinaus bekannt für seine entzündungshemmende Wirkung (6) – bei Allergien und allergischem Asthma ebenfalls eine wichtige Komponente.

Vitamine: Vitamin C, Niacin, Zink

Dass Vitamin C ein potentes Antihistaminikum ist, gilt in der Heuschnupfen-Therapie schon lange als bekannt. Es beschleunigt den Histaminabbau im Blut deutlich. Eine guter Vitamin C-Status ist für Heuschnupfen-Patienten daher besonders wichtig. Auch eine neuere Untersuchung an 437 Patienten bestätigt, dass der Histaminspiegel mit abnehmendem Vitamin C-Status im Blutplasma exponentiell ansteigt (7). Da Vitamin C dosisabhängig vom Körper absorbiert wird, ist es vorteilhaft, die Aufnahme auf zwei oder mehrere Gaben zu verteilen, anstatt nur eine sehr hoher Einzeldosis zu verabreichen. Auch Vitamin B3 (Niacin) und Zink können die Histamin-Ausschüttung aus den Mastzellen verlangsamen (8, 9). Zudem helfen Omega-3-Fettsäuren die Schwere der Allergiesymptome zu reduzieren (10, 11).

Meine Praxisempfehlung bei Heuschnupfen:

2 x täglich 10 ml LaVita Saft als Vitalstoff-Basispräparat decken den empfohlenen Tagesbedarf an Vitamin C, Niacin und Zink. LaVita enthält außerdem natürliches Quercetin aus Trauben, Brokkoli und Zwiebeln, natürliches Bromelain aus Ananas, Milchsäurebakterien aus milchsauer vergorenem Gemüsesaft sowie Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl.

 

  1. Perrin Y. et al.: Comparison of two oral probiotic preparations in a randomized crossover trial highlights a potentially beneficial effect of Lactobacillus paracasei NCC2461 in patients with allergic rhinitis. Clin Transl Allergy. 2014 Jan 6;4(1):1.
  2. Kimura G. et al.: Clinical effects of Lactobacillus acidophilus strain L-55-contained yogurt on symptoms of Japanese cedar pollen allergy. Arerugi. Arerugi. 2012 May;61(5):628-41.
  3. Micek J. et al.: Quercetin and Its Anti-Allergic Immune Response. Molecules. 2016 May 12;21(5).
  4. Weng Z. et al.: Quercetin is more effective than cromolyn in blocking human mast cell cytokine release and inhibits contact dermatitis and photosensitivity in humans. PLoS One. 2012;7(3): e33805.
  5. Shoskes D.A. et al.: Quercetin in men with category III chronic prostatitis: a preliminary prospective, double-blind, placebo-controlled trial. Urology. 1999 Dec;54(6):960-3.
  6. De Lencastre Novaes L.C. et al.: Stability, purification, and applications of bromelain: A review. Biotechnol Prog. Biotechnol Prog. 2016 Jan-Feb;32(1):5-13
  7. Johnston C.S.: The antihistamine action of ascorbic acid. Subcell Biochem. 1996;25:189-213.
  8. Marone G. et al.: Physiological concentrations of zinc inhibit the release of histamine from human basophiles and lung mast cells. Agents Actions. 1986 Apr;18(1-2):103-6.
  9. Reynolds R.D. et al.: Depressed plasma pyridoxal phosphat concentrations in adult asthmatics. Am J Clin Nutr. 1985 Apr;41(4):684-8.
  10. Blok W.L.: Modulation of inflammation and cytokine production by dietary (n-3) fatty acids. J Nutr. 1996 Jun;126(6):1515-33.
  11. Hoff S. et al.: Allergic sensitisation and allergic rhinitis are associated with n-3 polyunsaturated fatty acids in the diet and in red blood cell membranes. Eur J Clin Nutr. 2005 Sep;59(9):1071-80.