Wie wir unsere Schilddrüsengesundheit beeinflussen können

Schilddrüsen-Dysbalancen stellen bei vielen Menschen und insbesondere bei Frauen ein Problem dar, das großen Einfluss auf die Lebensqualität haben kann. Dabei beeinflussen viele Faktoren die biochemischen Vorgänge der Schilddrüsenhormone.

Schilddrüse und Geschlechtshormone

Viele Symptome von Schilddrüsenproblemen decken sich mit denen von unausgewogenen Sexualhormonen. Es ist in den wenigsten Fällen klar definierbar, welche Hormongruppe zuerst in eine Dysbalance geraten ist. Zu viele Ursachen sind für beide Systeme möglich. Sicher ist aber, dass beide Hormongruppen ineinander greifen wie zwei Zahnräder, die sich gegenseitig beeinflussen. Ein lang anhaltendes Ungleichgewicht im Sexualhormonbereich kann eine überforderte Schilddrüse bedeuten und umgekehrt. So hat ein länger erhöhtes Östradiol  („Östrogendominanz“) eine erhöhte TBG-Synthese zur Folge, also ein Ansteigen des Thyroxin-bindenden-Globulins, dem Eiweißtransporter,  mit der weiteren Folge, dass wir weniger freies T4 und T3 im Blut finden. Wir sehen hier in der Praxis eine über die Sexualhormone induzierte (latente) Hypothyreose. Dies kann auch der Fall sein bei oralen Kontrazeptiva, die ebenfalls das TBG ansteigen lassen.

Eine Sonderstellung nimmt dabei der M. Hashimoto ein, bei dem ein Autoimmunschub vermehrt Schilddrüsenhormone freisetzt, durch die zunehmende Zerstörung der Schilddrüse in der Folge aber immer weniger T3 und T4 zur Verfügung stehen.

Schilddrüsenstoffwechsel

Aus den Bausteinen Tyrosin und Jod stellt das Drüsengewebe der Schilddrüse über einen Zwischenschritt das Thyroxin (T4) her. An das TBG gebunden, verlässt das T4 die Schilddrüse und wird in der Körperperipherie über enzymatische Vorgänge in das biologisch weit aktivere Trijodthyronin (T3) umgewandelt. Nur etwa 20 % des T3 werden in der Schilddrüse selbst produziert.

 

Einfluss von Vitalstoffen

Im Sinne einer ganzheitlich-systemischen Behandlung sollte – zuerst oder begleitend eine orthomolekulare Basis geschaffen werden. LaVita bietet dafür die ideale Vitalstoffbasis. Defizite lassen sich ggf. je nach Vitalstoff im Serum oder Vollblut (z.B. Magnesium, Zink, Selen) messen.

Wichtige Vitalstoffe sind u.a.:

Selen: Für die Umwandlung von T4 in T3 muss ein Jodmolekül abgespalten werden, wozu selen-abhängige Dejodasen benötigt werden. Dabei entsteht Wasserstoffperoxid, ein starkes freies Radikal, das durch die Glutathionperoxidase abgebaut werden muss, wofür im Regenerationsprozess wiederum ein Selenprotein zuständig ist.

Jod:  Jodmoleküle sind elementarer Bestandteil des T4, stimuliert die SD-Hormonproduktion und ist daher essentiell.

Eisen: Die Thyreoperoxidase, wichtig für den Umwandlungsschritt hin zum T4, ist ein eisenabhängiges Enzym und aktiviert die SD-Tätigkeit.

Magnesium: wird in der Hyperthyreose oft vermehrt ausgeschieden, in der Hypothyreose schlechter aufgenommen und ist zusammen mit Vitamin B6 an allen Aminosäure-Umbaureaktionen beteiligt.

Zink: wichtiger Co-Faktor für die  Thyroxin-5`-Deiodase, die Umwandlungsreaktion von T4 in T3.

Therapeutische Bedeutung in der ganzheitlich-systemischen Hormontherapie

Zur Gabe einer umfassenden Vitalstoffbasis ist die Feststellung individueller Mängel – nicht nur im Hinblick auf die Schilddrüsentätigkeit – und deren gezielte Behebung mit zusätzlichen einzelnen Vitalstoffen, ein sinnvoller Bestandteil jeder Therapie. Natürlich wird dies nicht in allen Fällen ausreichen und eine entsprechende weiterführende Therapie mit bio-identischen Hormonen, Phytotherapeutika etc. notwendig sein, die dann aber auf „fruchtbaren Boden“ fällt. Und gerade bei Schilddrüsenpatienten sind nicht die reinen SD-assoziierten Laborwerte der entscheidende Maßstab, sondern das subjektive Wohlbefinden.

Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt seit vielen Jahren in der Diagnostik und Therapie von hormonellen Dysbalancen mit bio-identischen, potenzierten Hormonen, Phytotherapeutika und Vitalstoffen. Wichtig ist mit hier die „ganzheitlich-systemische Hormontherapie“, bei der der Patient im Mittelpunkt steht.